50 Jahre Vereinsgeschichte![]()
...es war einmal an einem 24. Januar im Jahre 1956, da trafen sich 12 Orber Bürger im
![]() Gasthaus "Goldner Hirsch", dem späteren Cafe Carstens, mit dem Ziel, einen Verein zu gründen.
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Das war in dieser Zeit eigentlich nichts besonderes, da sehr viele Vereine, die in der Zeit des
Dritten Reiches und des 2. Weltkrieges im Rahmen der Gleichschaltung aufgelöst oder in nationalsozialistische
Organisationen eingegliedert waren, wieder- oder neugegründet wurden. Es waren dies:
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Der Verein war wohl neu - aber die Schützen in Orb konnten auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken. ![]()
Auf diesem Bild sehen wir den Justizinspektor Emil Schmelz im März 1929 als Schützenmeister des im Jahre 1926
gegründeten Schützenvereins Bad Orb. ![]() Vereinsabend war damals wie heute der Donnerstagabend. Am 25. Februar 1956 trat der Schützenverein Bad Orb mit einem Preisschießen zum ersten Mal an die Öffentlichkeit.
Der Anfang war gemacht, der Grundstein gelegt. ![]()
Es war schon ein kurioses Bild, was sich in der Kuhhöhle bot, aber für den Anfang hatten die Schützen
zumindest einen funktionsfähigen Schießstand und ein Dach über dem Kopf.
Ein besonderer Höhepunkt im Vereinsleben kam 1959 mit der 900-Jahr-Feier der Stadt Bad Orb. ![]()
Auf diesem Bild sieht man, wie der Bürgermeister der Stadt Büdingen, Herr Diemer die neue Orber Schützenfahne
mit der alten Fahne der Büdinger Schützengesellschaft aus dem 15. Jahrhundert weiht.
Zu den Gästen gehörten unter anderem der Bürgermeister der Stadt Bad Orb, Anton Drisch, der Bürgermeister der
Stadt Büdingen, Herr Diemer, der damalige Kreisschützenmeister Josef Desch, Stadträte und sonstige Gäste aus
Politik und Wirtschaft, sowie viele Schützen aus Büdingen und Gelnhausen - und natürlich auch aus Bad Orb. ![]() Das ganze Jahr 1959 stand im Zeichen der 900-Jahr-Feier der Stadt Bad Orb und an dem großen historischen Festzug am 30. Mai nahmen die Schützen in alten bayrischen Uniformen teil. ![]()
Das Jahr 1960 begann mit einem Führungswechsel im Verein. ![]() überhaupt wurden im Jahre 1960 viele Traditionen neu begründet, die uns auch heute noch begleiten.
So fand am 30. Oktober auf dem Kleinkaliberschießstand in der Kuhhöhle das erste Königsschießen statt. ![]()
Es war eine glückliche Zeit - und das nicht nur für den Verein, dessen Mitgliederzahl ständig wuchs und
dessen Leistungen sich auch in schießsportlicher Hinsicht sehen lassen konnte. ![]()
Das Bild zeigt die Orber Delegation auf Helgoland während ihres Jadeaufenthaltes. Man verband die Besichtigung
der roten Felseninsel gleich mit der Fahrt nach Wilhelmshaven. Zapfenstreich, Königsschießen, Königsball und die Pflege der Freundschaft zwischen Wilhelmshaven und Bad Orb - all diese schönen Traditionen, zu denen wir uns heute noch bekennen und die einen wichtigen Teil in unserem Vereinsleben ausmachen, enstanden in diesen Tagen.
Doch dann kam 1961 die große Hiobsbotschaft: ![]()
... und da waren sie wieder - die berühmten 3 Probleme aber da waren auch sie wieder - die Orber Schützen, die gemeinsam das Problem lösen wollten.
1962 wurde in der Jahreshauptversammlung der Bau einer modernen Sportschützenanlage mit Aufenthaltsräumen
beschlossen. ![]()
Jedes Mitglied des Vereins hatte 33 freiwillige und unentgeltliche Arbeitsstunden zu leisten oder den
Gegenwert von 100,-- DM aufzubringen.
Parallel zur Baustelle lief aber auch noch das normale Vereinsleben weiter. ![]() Am 7. Juli 1963 wurde beim Königsschießen auch zum ersten Mal ein Jungschützenkönig ausgeschossen.
Auf dem Bild kann man sehen, wie der damalige Präsident Hans Schädlich einem sichtbar stolzen Wolfgang Auerbach
zum Erreichen der Jungschützen-Königswürde gratuliert. ![]()
Im Mai 1965 - endlich, nach 2 ½ jähriger Bauzeit war der Bau des Schützenhauses in der Au beendet und konnte
seiner Bestimmung übergeben werden. ![]()
Hier auf diesem Bild kann man die Eröffnungsrede von Vizepräsident Leo Freund bei der Begrüßung der Gäste zur
Einweihung des neuen Vereinsheimes sehen. ![]()
1966 ging nun das erste Jahrzehnt seit Gründung des Vereins zu Ende. Doch wer denkt, dass nach diesen ereignisreichen 10 Jahren endgültig Ruhe eingekehrt wäre, der irrt.
Es herrschte eifriges Vereinsleben bei ständig wachsender Mitgliederzahl. Die Sportschützen nahmen mit großem
Erfolg bei allen möglichen Wettkämpfen und Meisterschaften teil.
Von 1966 bis 1969 fand jedes Jahr im Juli ein großes Schützen- und Volksfest auf dem Festplatz in der Hasel mit
namhaften Künstlern und Ausstellern statt. ![]()
1971 kam es dann zum nächsten Wechsel in der Vereinsführung. Der bisherige Präsident Hans Schädlich wurde als
Nachfolger von Otto Wagner zum Kreisschützenmeister gewählt. Otto Wagner wurde damals Präsident des Hessischen
Schützenverbandes. Da das Amt des Kreisschützenmeisters viel Zeit in Anspruch nimmt, stand Hans Schädlich nicht
mehr zur Wiederwahl zum Präsidenten zur Verfügung. Bereits im September des gleichen Jahres wurde das Schützenhaus um einen Anbau auf der Ostseite erweitert. ![]()
Die neu dazu gewonnen 52 qm wurden für notwendige Wirtschaftsräume benötigt. Im Mai 1972 wurde die Schießhalle im Westteil des Schützenhauses erweitert und durch eine neue Sporthalle bereichert. ![]() Die bis dato erfolgreichste Gewehrmannschaft unseres Vereins mit Gerhard Hummel, Peter Sonnabend, Wolfgang Alt, Franz Fankhauser, Bruno Schreiber und Theo Sinsel schaffte den Aufstieg bis in die Hessische Landesklasse. Von September bis Dezember 1973 konnte ein weiteres Bauwerk unseres Vereins erfolgreich erstellt werden: Unser Grillhaus ![]()
Von nun an wurden die Schützen an den Donnerstagabenden oft mit gegrilltem versorgt. ![]()
Das Treffen war ein voller Erfolg und fand bei den Beteiligten so viel Anklang, dass es seitdem jährlich
wiederholt wird.
1980 wurde mit einer 3. Erweiterung in einem 2. Anbau der Ostseite des Schützenhauses Platz für den Küchenbereich,
einem Kühlhaus und einem Lagerraum geschaffen. ![]()
Das Jahr 1981 stand ganz unter dem Eindruck des 25-jährigen Jubiläum unseres Vereins. ![]()
Das Präsidium hatte sich für das Jubiläum viel vorgenommen und so begannen die Jubiläumsfeierlichkeiten schon
gleich am Anfang des Jahres am Gründungstag, dem 24. Januar im Sängerheim mit einem beeindruckendem
Festkommers. ![]()
Das Königsschießen im Juni brachte eine Sensation. Zum ersten Male in der Vereinsgeschichte errang ein Mitglied
nochmals die Königswürde: Hans Schädlich. ![]()
Beim Königsball am 13.6. im Kurhaus empfang er bei der Proklamation stolz seine Insignien und bekam noch von
seinem Vorgänger, dem scheidenden König Manfred Bodenburg einen Pokal als Ehrenpreis überreicht. ![]()
Höhepunkt dieses Festes war ein gigantischer Festzug mit insgesamt 34 teilnehmenden Vereinen und Gruppen aus dem
Kreis und Bad Orb, darunter 8 Musikzüge, die für den richtigen Takt sorgten.
Den Abschluß des Festes bildete ein großes Feuerwerk.
Kurze Zeit später stand erneut ein Wechsel in der Vereinsführung an. Am 23.7.1981 schied Präsident Leo Freund
bei der Jahreshauptversammlung auf eigenem Wunsch aus dem Präsidium aus. ![]() Dies war praktisch ein Generationswechsel in der Führung der Vereinsgeschäfte, denn mit Leo Freund verließen mehrere Mitglieder der "alten Garde" das Präsidium, dass sich nun zu einem großen Teil aus jüngeren Mitgliedern zusammensetzte.
So hatte es das neue Präsidium zu Anfang nicht immer leicht. Jeder Generationswechsel birgt gewisse Spannungen
in sich. So ist das, wenn ein Vater seinem Sohn seine Firma übergibt und so war das auch bei uns. ![]()
Dennoch hieß es weitermachen. Als erste größere Aufgabe sah das neue Präsidium eine bauliche Veränderung des
Gastraumes vor. ![]() Durch die baulichen Tätigkeiten im Gastraum des Schützenvereins konnte das Treffen der Könige nicht im Frühjahr stattfinden, sondern erst im Mai, aber so hatte das Präsidium auch die Möglichkeit, den Königen in den neu renovierten Räumen einen würdigen Rahmen anzubieten.
In den Monaten zwischen August und September 1983 mußte das inzwischen marode gewordene Fangdach der
50m-Anlage erneuert werden. ![]() Die zentnerschweren Stahlträger wurden mit Hand eingebaut und von Hermann Edel verschweißt. Da die Träger verzinkt waren, konnte nur mit Schutzanzug geschweißt werden, was bei den hohen Temperaturen eine echte Qual war.
1985 mußte der Schützenverein wegen der Begradigung des Aubaches einen Teil seines Geländes abgeben. ![]() Dabei erweiterte man das Grillhaus um einen Abstellraum für Bau- und Gartengeräte und vor das Grillhaus wurde ein Brunnen gebaut.
Am 14. Juli 1985 verstarb in Marburg der Gründer, 1. Präsident und Ehrenpräsident des Vereins Emil Schmelz im
gesegneten Alter von 97 Jahren. 1988 im Mai musste nun auch endlich das Dach des Schützenhauses komplett erneuert werden. ![]() Zu den immer wieder auftretenden baulichen Veränderungen und den notwendigen Reparaturen konnte der Verein jederzeit auf fachlich versierte Mitglieder zurückgreifen und fast alle Arbeiten wurden in Eigenleistung vollbracht. Dazu kommen noch die vielen Stunden an Arbeit zur Erhaltung und Pflege der Schießstände und Außenanlage, die durch die ganzen Jahre hinweg in unendlichen Arbeitseinsätzen gewährleistet wurden. In der Generalversammlung am 19. Januar 1989 gab es wieder einen Führungswechsel im Verein. ![]()
Präsident Alfred Edel schied aus eigenem Wunsch aus dem Präsidium aus und Karl Reichert wurde zum
5. Präsidenten des Schützenvereins eV. Bad Orb gewählt. ![]()
Was allerdings immer schwieriger wurde, war, für die Mitglieder die richtige Motivation zu finden, weiter am
Aufbau und der Erhaltung des Vereins mitzuwirken. So war auch der erste Höhepunkt im Juni die Fahrt zu den Schützen nach Wilhelmshaven. ![]()
Auch hier hatte es einen Wechsel in der Vereinsführung gegeben und wir waren auf die Konsequenzen, die dieser
Vorgang eventuell auf die freundschaftliche Verbindung zwischen unseren Vereinen bedeuten würde, sehr gespannt.
Nächster Höhepunkt war das Königsschießen am 16. Juli 1989. Der amtierende König, Heinrich Wrede,
wurde Karl Reichert praktisch in die Wiege gelegt, aber nun galt es, einen neuen auszuschießen. ![]() Das Königsjahr Heinrich Wredes endete damit genauso ungewöhnlich, wie es begonnen hatte, denn im Jahr zuvor konnte er nicht, wie sonst die Könige, mit der Kutsche durch die Stadt geleitet werden, da ein ergiebiger Regen einen Fußmarsch der Schützen unmöglich machte. So fuhren die Schützen mit dem kurz mal angemieteten Berlin-Express-Bus zum Königsball. Und deshalb wollte Heinrich Wrede sein Königsjahr auch nicht auf normale Art beenden und landete mit dem Fallschirm in einem Tandemsprung zusammen mit zwei anderen Springern auf dem Sportplatz. Danach konnte das Königsschießen eröffnet werden und nach für das Präsidium immer an diesem Tage endlos scheinenden Stunden des Bangens um einen neuen König, fasste sich Karl-Heinz Stichel ein Herz und schoss das beste Ergebnis und wurde neuer Schützenkönig. Die ersten Hürden waren genommen und es kehrte langsam wieder etwas Normalität ein. ![]()
Am 19. April wurde dem Schützenverein Bad Orb eine große Ehre zuteil. Wir sollten bei der Weihe der neuen
Vereinsfahne der Schießsportgemeinschaft Biebergemünd Pate stehen. Viele Schützen waren dabei, als zuerst in
der Kirche und dann im Gemeinschaftshaus Biebergemünd in eindrucksvoller Form die Weihen vorgenommen wurden. ![]() Im Juni 1990 organisierte die Königin Marlies Stichel im Cafe Fernblick das erste Treffen der Königinnen des Vereins. Analog zum Königstreffen der Männer wurde hier wieder eine neue Tradition begründet, die sich ebenfalls bis heute erhalten hat und bei den Königinnen des Vereins großen Anklang fand. Im Juni 1991 fuhren über 60 Orber mit dem Bus nach Wilhelmshaven, um das 30-jährige Jubiläum unserer Freundschaft zu feiern. Die Fahrt und die Feier, bei der uns der damalige Bürgermeister der Stadt Bad Orb, Hugo Metzler, begleitete, war ein ganz besonderes Ereignis für alle Teilnehmer und war von der Herzlichkeit der Freundschaft geprägt. ![]() Da alle bisherigen Orber Präsidenten, die an dieser Freundschaft mitgewirkt hatten bei dieser Fahrt dabei waren, äußerte Leo Freund den Wunsch, man möge doch einmal ein Foto machen, denn wer weiß, ob jemals wieder alle 4 Präsidenten an einem solchem Ereignis teilnehmen könnten.
Als hätte er es geahnt, starb am 29.03.1992 der Ehrenpräsident und Präsident von 1960 - 71 Hans Schädlich im Alter
von 83 Jahren. ![]()
Zwei große Männer des Vereins waren gegangen.
Beim Königsschießen am 25. Juni 1995 schlug der Schützenverein einen neuen Weg ein. Das bisherige Schießen auf
Scheiben, die geheim ausgewertet wurden, war nicht mehr durchführbar. Kaum ein Schütze zeigte sich noch bereit,
die Königswürde und die damit verbundenen Verpflichtungen anzunehmen. ![]()
Den galt es, vom Stamm zu schießen. Jeder Schütze konnte damit erkennen, ob wir schon einen König haben oder
nicht und jeder Schütze konnte ab jetzt mitentscheiden, ob wir einen neuen König und damit alle damit
verbundenen Veranstaltungen überhaupt noch wollen.
Zuerst etwas vorsichtig, später aber immer eifriger, schossen die Schützen den Stamm mürbe und bald schon fiel
der König der Jungschützen und Christian Reichert war damit der erste Jungschützenkönig auf den Vogel. ![]() Das offen und für jeden sichtbar ausgetragene Schießen zeigte den gewünschten Erfolg als dann bei Eduard Pollak der Vogel fiel. Das Königsschießen war wieder zu einem Wettkampf avanciert und bis heute hat sich daran nichts geändert.
Die größte Herausforderung des Vereins sollte aber noch kommen. Seit den 60er Jahren schon war für das Ackerland
oberhalb des Schützenhauses eine Baugebietserweiterung in Planung. ![]()
Als am 7. Juni 1997 endlich die feierliche Grundsteinlegung zum Bau der neuen Sportschützenanlage durchgeführt
werden konnte, standen trotzdem viele Schützen zu ihrem Verein. ![]() Am 28. Februar 1998 konnten wir bereits Richtfest feiern, am 24. Juli 1999 Einweihung und im Jahre 2000 wurde die Baumaßnahme bei der Jahreshaupt-versammlung dank der Hilfe vieler Schützen, den Bürgermeistern Hugo Metzler und Wolfgang Storck und den politischen Vertretern der Stadt Bad Orb sowie unzähligen Gönnern aus allen Teilen der Gesellschaft offiziell für beendet erklärt. Die Austattung der Sportschützenanlage mit elektronischen Schießständen und die von Architekt Paul Dehmer vorausschauend und sowohl ökonomisch und ökologisch geplante Ausführung und die fachmännische Beratung des Sachverständigen für Schießstandbau, Herrn Kehr, machte unsere Anlage schon während der Bauphase in Schützenkreisen so bekannt, dass der Bundestrainer des Jugendnationalkaders, Walter Schumann, auf unserer Anlage bereits 1999 fünf Kaderlehrgänge abhielt. ![]()
So waren die ersten, die auf unseren Schießständen geschossen haben, die Nachwuchselite des
Deutschen Schützenbundes.
Aber auch die Vorstände des Schützengaues und des hiesigen Schützenkreises halten seit dem Umbau große Teile
ihrer Meisterschaften auf unserer Anlage ab. Auch für andere Vereine, wie den Jacht- und Sportschützenclub Schlierbach, ist der Schießstand Bad Orb eine ständige Trainingsstätte. Das Jahr 2000 brachte uns eine weitere Aufwertung. In diesem Jahr fand der von Joachim Koch und Franz Josef Sinsel aus Biebergemünd organisierte Internationale Hessenpokal des Hessischen Behinderten- und Rehabilisations-sportverbandes zum ersten Male in Bad Orb statt. Behinderte Spitzenschützen aus allen Teilen der Welt, darunter Goldmedaillengewinner von Paralympischen Spielen und Weltmeister, traten und treten hier zu Wettkämpfen in allen möglichen Disziplinen an. ![]()
Diese Veranstaltung ist Jahr für Jahr gewachsen und mittlerweile eine der höchstrangigen Sportveranstaltungen
Deutschlands geworden. Sportler und Betreuer von Kanada bis Neuseeland, von Australien bis Dänemark schießen
auf unserer Anlage um Weltranglistenpunkte und Qualifikationen für die Paralympics. Unterstützt wird diese
Veranstaltung von allen namhaften Herstellern von Sportwaffen und der Fa. Häring Schießstandbau.
Im Jahre 2001 bauten wir zur Unterstützung der Veranstaltung mit Hilfe der Stadt Bad Orb und des
Main-Kinzig-Kreises eine behindertengerechte Toilette ein und 2006 wurde mit Unterstützung des
Hessischen Ministerium des Innern ein Behindertenlift gebaut und in Eigenleistung Rampen für Rollstuhlfahrer
erstellt.
2006 - unser Jubiläumsjahr - fing für uns mit unserem traditionellen Königstreffen am 7. Januar an. ![]()
Am 24. Januar gestalteten wir anlässlich des Gründungstages vor 50 Jahren einen Neujahrsempfang. Besondere
Gäste waren neben dem Stadtverordnetenvorsteher Heinz Grüll und Bürgermeister Wolfgang Storck unser Ehren- und
Gründungsmitglied Bernhard Istel und fast alle noch lebenden Mitglieder, die noch im Gründsjahr eingetreten
waren. ![]()
Vom 17. - 20. Mai fand wieder der Internationale Hessenpokal statt. Im Hinblick auf die Paralympics in Peking
und der Möglichkeit, bei diesem als MQS-Turnier klassifierten Event Weltranglistenpunkte zu erringen, hatten
wir mit über 170 aktiven Schützen aus 26 Nationen eine echte Rekordbeteiligung. Mit leider etwas schwächerer Beteiligung als üblich fuhren wir auch dieses Jahr am 24. Juni zum Königsball nach Wilhelmshaven und erfuhren einen herzlichen Empfang und einen harmonischen Ballabend. Unser traditionelles Königsschießen wurde am 13. Juli mit der Verabschiedung des scheidenden Königshauses König Michael I., Prinzessin Bettina Neukamp, Jungschützenkönig Sebastian Prasch und den Adjudanten Andreas Koch und Michael Bormann und am 15. Juli mit dem Großen Zapfenstreich auf dem historischen Marktplatz zusammen mit dem Großen Blasorchester des Turnvereins und dem Gesangverein Bad Orb unter sehr starker Beteiligung der Schützen eingeleitet. ![]()
Die Abnahme des Großen Zapfenstreiches übernahm - ebenfalls in alter Tradition - der Bürgermeister der
Kurstadt Bad Orb, Wolfgang Storck, der zusammen mit dem Stadtverordnetenvorsteher Heinz Grüll am folgenden
Sonntagmorgen das Königsschießen eröffnete. ![]()
So wurden dann am Samstag, dem 22. Juli beim Königsball im Steigenberger Kurhaushotel Michael Bormann
feierlich zum Jungschützenkönig und Frank Zwirnlein zum Schützenkönig proklamiert. Seine Frau Marion ist
seither unsere Königin und Wolfgang Markstedt, Wally Scherer und Sebastian Prasch die Adjudanten. ![]() Zusammen mit vielen Schützen und Gästen, darunter auch der Bürgermeister Wolfgang Storck, der Stadtverordnetenvorsteher Heinz Grüll, unsere Freunden aus Wilhelmshaven, den Schützen aus Bad Soden und Mitgliedern von Orber Vereine feierten wir unser neues Königshaus in einer schwungvollen Ballnacht. Wenige Tage nach dem Königsball mussten wir von unserem Ehrenmitglied und dem damals letzten noch lebenden Gründungsmitglied Bernhard Istel Abschied nehmen, der am 27. Juli verstorben war. ![]()
Viele Schützen waren dabei, als wir den letzten Zeugen unserer Gründung auf seinem letzten Weg begleiteten. ![]() Der Festzug anlässlich des Blasmusikfestes am 10. September, danach unser traditionelles Bratfest und das Pokalschießen mit den Orber Vereinen und den Schützenvereinen aus dem Kreis anlässlich unseres Jubiläums waren dann die letzten Aktivitäten vor unserer heutigen Feierstunde und dem Jubiläumsfest.
Hier endet auch unsere Chronik zu 50 Jahre Vereinsgeschichte. ![]()
Hinter diesen nüchternen Daten stehen vor allem die Menschen, die diesen, unseren Verein geprägt und mit Leben
erfüllt haben. Menschen, die für andere - ohne finanziellen Eigennutz, mit viel Arbeit, Zeit und Fleiß an der
Entwicklung dieses Vereins gearbeitet haben. Menschen und ihre Liebe zum Schießsport und zu den Traditionen
des Deutschen Schützenwesens, die wir heute noch bei vielen Anlässen - auch durch das Tragen des grünen
Schützenrocks - pflegen. |
























































